Obertauern - Urlaub im Winter wie im Paradies.

Obertauern damals

Zuerst der Schnee, doch bald schon Obertauern

Die Seehöhe von 1.639m - 2.350m löste Anfang des 20. Jahrhunderts besonders in den Wintermonaten noch Angst und Schrecken aus.
Hätte nicht eine kleine Schar an Menschen die Möglichkeiten zur Erschließung dieses hochalpinen Gebietes für den Fremdenverkehr gesehen, wäre aus der damaligen Passhöhe mit Kirchlein nicht ein Winterparadies entstanden, das nicht nur Spitzensportler zu schätzen wissen, sondern Jahr für Jahr Tausende Winterfans aus aller Welt anlockt.

Obertauern ist nicht nur die Heimatgemeinde bedeutender Wintersportler wie der Snowboarderinnen Doris und Heidi Kringsund und des Schifahrers Heinz Schilchegger, sondern besitzt mit dem ÖSV-Olympiastützpunkt eines der erfolgreichsten Höhentrainingszentren Europas.

Bereits 1905 gibt Oberleutnant Bilgeri, Pionier des militärischen Schilaufes und Erfinder der Bilgeri-Bindung, seine Abhandlung "Schi-Instruktionen für die k.k. Armee" heraus und läutet 1907 mit den ersten großen militärischen Schiübungen die Ära des Schilaufes am Radstädter Tauern (der Name Obertauern wird 1962 offiziell eingeführt) endgültig ein.

Die ersten Skipioniere entdeckten vor hundert Jahren den Radstädter Tauern für sich und lösten damit die Entstehung einer der bekanntesten Wintersportregionen der Alpen aus.

In den 30er Jahren, der Blütezeit des Tourenschilaufes, können die Gäste schon unter vier Schischulen auswählen.
Der Beginn der Aufstiegshilfen 1948 - ein dieselmotorbetriebenes Umlaufseil mit Knoten zum Festhalten - kündigt die Entstehung des Ortes Obertauern mit Volksschule, Stromanschluss und Trinkwasserversorgung an.
Ärztliche Ordinationsräume, Fernsehempfang und die ersten Tellerschlepplifte treiben den Ausbau des Hoteldorfes in Obertauern in den nächsten Jahren rasant voran.1963 kommt die erste motorisierte Pistenraupe für Österreich in Obertauern zum Einsatz und die Pisten müssen nicht mehr von den Schifahrern getreten werden.